Mongolei

Wir reisen also nun heute abend in die Mongolei und haben uns schon gut im Reisefuehrer informiert: “Fuer Maenner, die lange Haare haben, gilt als Mindestmass, dass die Haare regelmaessig gewaschen und gekaemmt sein sollen. Der Traeger einer verwaschenen, stumpfen und zur Verfilzung neigenden Haartracht wird in diesem Land nicht viele Freunde finden.” Aus Angst haben wir schnell noch gestern die Haare von Jens gerichtet. Auch wollen wir unsere Taschenlampe nur sinnvoll einsetzen: “Ein beliebtes Mittel von Auslaendern, auf sich aufmerksam zu machen, ist der Gebrauch einer Taschenlampe aus dem Nachhauseweg. Unterlassen sie solchen Unsinn.” Und da wir nicht dumm sind, werden wir uns auch niemals trennen: “Wer als als Frau allein ueber Land reist, handelt grob fahrlaessig. Schon als Mann alleine zu reisen, ist nicht gefahrlos, als Frau ist es schlicht und ergreifend dumm.” Ein mongolisches Wort kennen wir schon. Es heisst “Sagwar” und bedeutet Muster.

Mongolei

Mit dieser Frise in die Mongolei?

P.S. Ein Nachtrag zum dramatischen Radtransport. Die Raeder mussten wie in Peking zuruecklassen. Die Wahrheit ist, die Chinesen wollten uns zuerst nicht in den Bahnhof lassen, dann nicht in die Wartehalle, und schliesslich wollten sie uns wegen Uebergewichts an den Kragen. Wir haben die Raeder so klein gemacht wie wie konnten, die Lenker quer gestellt, die Hinterraeder heraus- und die Pedale abgenommen, alles dann in Plastikfolie eingewickelt und mit Klebeband verschnuert. Sie haben uns erst so zur Waage zugelassen. Dort haben wir ein bisschen geschummelt und die Raeder angehoben, sodass sie nur 6 kg anzeigten :-), was aber niemanden weiter stoerte, weil somit das Gesamtgewicht in Ordnung ging und wir zum Bahnsteig vogelassen wurden. Im russischen Zug waren sie sehr nett. Wir verstauten die Raeder in den Ablagen zweier Kabinen, deren Passagierinsassen so freundlich waren, sie bei sich aufzunehmen.

Mongolei

Nina bewacht die Raeder, wenn wir nicht da sind

P.P.S. Wir sind schon in Ulaanbaatar. Der Beitrag wurde nicht rechtzeitig freigeschaltet. Dafuer haben wir im Reisefuehrer noch einen wichtigen Hinweis zu den bevorstehenden Reisekosten gefunden: “Es sollte ein grosszuegig kalkulierter Notgroschen eingesteckt werden. Gross ist die Enttaeuschung, wenn sich, in Ulan Bator angekommen, ploetzlich unerwartete Moeglichkeiten zum Beispiel zu einem Doppeldeckerflug oder einem Hubschrauberpicknick bieten, die aus Liquiditaetsmangel nicht wahrgenommen werden koennen.” Das haben wir aber leider zu spaet gelesen und Jens trauert jetzt der verpassten Gelegenheit eines Hubschrauberfluges nach.

 

 

 

 

3 Kommentare to “Mongolei”


  1. Dschingis Khan sagt:

    Willkommen!

  2. Frorian Reuter sagt:

    hallo uli!!!!
    wie geht es dir? uns geht s hier in jena sehr sehr gut…
    Wann habt ihr euer ziel erreicht???
    naja..ich muss jetzt noch für einen vortrag in englisch üben….bis dann DEIN FLORIAN REUTER

  3. Hi Jens,

    Nice to see the trip is going well and you are safe … all the best for your trip through Mongolia .. gruesse aus England!!!