Thailand mit dem Fahrrad

Wir wussten vorher sogut wie nichts, was uns und die Fahraeder in Thailand erwarten wird. Gehofft haben wir, dass unsere alten Raeder stabil genug sind fuer die vielen Loecher im Asphalt und wir in Neuseeland genug Kaft in den Beinen gesammelt haben, um alle Berge zu erklimmen.

Seid wir auf Raedern durch Thailand rollen, freuen wir uns ueber ein paar Berge, die ein wenig Abwechslung zu den schnurgeraden Strassen bilden, die wenigen Unebenheiten im Asphalt, denen man ausweichen koennte und die den Radallltag interessanter gestalten. Ausserdem bleibt der starke Gegenwind aus, an den wir uns in den letzten drei Monaten so gewoehnt hatten. Einzig und allein die Hitze tut der Leichtigkeit des Radelns in Thailand ein wenig Abbruch. Wir sind zufrieden.

Neben all dem gibt es noch ein paar andere sehr schoene Dinge ueber das fahrradfreundliche Land zu sagen.

Autoverkehr: Abgesehen von der Hauptautobahn sehr duenn bis fast nicht vorhanden. Die Autofahrer sind hier ohne Eile unterwegs und sehr umsichtig. Die Hupe wird selten und dann nur zum hoeflichen Vorwarnen eingesetzt. Wie in Neuseeland wird auch in Thailand auf der linken Strassenseite gefahren.

Strasse Strasse 

Strasse: Die Strassen sind absolut rennradtauglich, topfeben und stets mit dem feinstem Belag versehen. Mitunter trifft man eine Baustelle an, die dann mindestens 20km lang ist und aus schlechter zu fahrendem Schotterstaub besteht.

Andere Radfahrer: Gibt es ein paar. Die Thailaender fahren jedoch lieber Mofa, manchmal auch zu viert. Fuer Radreisende scheint Suedostasien bekannt und beliebt zu sein. Etliche haben wir bereits getroffen. Man ist ansonsten nie einsam auf den Strassen. Wenn es auf den kleinen Strassen keine Autos gibt, dann andere Gefaehrte oder Menschen zu Fuss.

Radfahrer Viele Raeder Koenigsfahrer

Wetter: Sehr zuverlaessig. Regensachen braucht man nicht so dringend. In der Trockenzeit regnet es so gut wie nie. Statt dessen waere ein Tuch zum Schweiss abwischen angebracht. Bei fast 40°C drueckt es den Schweiss aus jeder Pore. Im Norden ist es etwas kuehler, so dass wir nur noch 4 Liter Wasser zum Trinken pro Tag benoetigen.

Der Hitzebeweis Die Hitze

Essen: Unsere liebste Beschaefigung neben dem Radfahren und in Thailand an jeder Strassenecke erhaeltlich. Vorraete in den Radtaschen braucht man nicht mitzufuehren, und diese koennten auch nicht mit den tollen Gerichten, die an den winzigen Staenden sehr billig angeboten werden, mithalten.

Berge: Sued- und Zentraltailand sind sehr flach. Wir sind von Bangkok Richtung Norden gefahren und haben die ersten Berge 650 km noerdlich von der Hauptstadt gefunden. Der Norden ist die einzige leicht bergige Gegend Thailands. Hier gibt es auch ein paar steilere Passagen, die, wie wir uns sagen lassen haben, bis zu 20% Steigung erreichen.

Bergland Bergland

Landschaft: In Zentralthailand hauptsaechlich durch den Reisanbau gepraegt. Nach der Trockenzeit staubig und braun verbrannt. Manchmal wirkt das ganze etwas eintoenig. Der Norden ist wesentlich gruener und abwechslungsreicher.

kleiner Trecker Reislandschaft

Tiere: Hier treffen wir auf den Strassen nun auf ein paar tote Warane, Schlangen oder Froesche. Ansonsten freuen wir uns ueber Kakerlaken im Hotelzimmer. Spinnen gibt es angeblich auch, und Jens haelt immer danach Ausschau. Auch Nachts liegt er manchmal wach, aus Angst eine zu verpassen. Erwaehnenswert sind auf jeden Fall die unzaehligen streunenden Hunde, die es auf Radfahrer abgesehen haben. Viele Methoden, um sich die angriffslustigsten Biester vom Leib zu halten, wurden uns empfohlen. Die meisten davon sind beim Radfahren nicht anwendbar. Wir haben den Eindruck, dass am erfolgreichsten ist, die Hunde laut anzuschreien und hoffen immer, dass wir dabei nicht beobachtet werden. Uli hat jedoch auf der Flucht vor Hunden schon etliche Geschwindigkeitsrekorde gebrochen.

Hunde Uli und Hunde

Uebernachtungen: Im Allgemeinen zahlreich und sehr guenstig. Abseits der Haupttouristenrouten jedoch nicht immer zu finden, so dass es sinnvoll sein kann, ein Zelt mitzunehmen, um die Tagesstrecken nicht nur auf die Uebernachtungsmoeglichkeiten abstimmen zu muessen die z.T. weit voneiander entfernt liegen.

 

7 Kommentare to “Thailand mit dem Fahrrad”


  1. Jens, was die Spinnen angeht, hast Du mein vollstes Mitgefühl…

  2. ja, das wollte ich auch schreiben! aber der joe kommt einem immer zuvor!

  3. Das ishet alles wirklich sehr fremd aus. Wie verständigt man sich dort … englisch ist wohl nicht wirklich auf dem Land verbreitet.

    Ich hätte vor Schlangen mehr Ansgt.

  4. Ich finde, Spinnen kann man essen (jedenfalls bevor es umgekehrt passiert)

    Liebe Grüße und schlaft immer schön!

  5. Heiki ist noch böser als Carrie…

  6. lieber jens, liebe uli,

    bitte fangt doch die spinnen und schickt sie zu heiki. ihr schmeckt sowas nämlich.

    und danke für die schönen thailandberichte! es macht sehr viel spass, sie zu lesen.

  7. Lieber Jens, liebe Uli,

    ich finde auf dieser Plattform wird man diskreminiert!

    Was mich nicht davon abhält, Eure Reise gespannt weiterzuverfolgen. Oute mich hiermit als regelmäßigen Leser! Weiter so!!!