Coromandel, Eastland, Wellington – Reisebeschreibung

Coromandel

Coromandel ist das Urlaubsgebiet der 1,5 Millionen Aucklaender und dementsprechend touristisch erschlossen, gepflegt und wohlhabend. Besonders gegenueber dem fast ausschliesslich aus Farmland bestehenden Northland bemerkt man diesen Unterschied recht schnell. Landschaftlich besteht die Halbinsel aus massiven, bewaldelten Bergen, nur an der Kueste ist es flach. Jede Ost-Westverbindung muss einen Pass ueber diese Berge nehmen und ist entsprechend steil und anstrengend.

Coromandel Coromandel

In der Naehe von Thames sind wir abseits unserer Fahrroute in ein langes Flusstal eingebogen, haben dort unser Zelt aufgeschlagen und eine Tageswanderung zu den Pinnacles unternommen, deren Felsformationen uns sehr and die Saechsische Schweiz erinnert haben. Obgleich schon seit einer Woche in den Wettervorhersagen Kaelte und Regen angesagt wurde, hatten wir an allen Tagen bestes Radfahr- und Wanderwetter.

Coromandel Coromandel

Coromandel Coromandel

Eastland

Die Umfahrung des Eastcapes wurde uns in vielen Begegnungen sehr ans Herz gelegt. Das Eastland ist kaum besiedelt, hauptsaechlich von Maoris. Die einsame Strasse folgt dort fast ausschliesslich der Kuestenline und bietet abwechselnd beeindruckende Ansichten von Meer und Berglandschaft auf der anderen Seite.

Eastcape Eastcape

Trotz der immer noch schlechten Wettervorhersagen konnten wir auch bis zum Eastcape im Sonneschein radeln. Just als die Strecke vom Eastcape weg sich wieder in etwas eintoeniges Farmland zu verwandeln anschickte, brach der Suedwind mit Kaelte und Regen ueber das Land herein und wir die Umrundung des Eastlands ab.

Eastcape Eastcape

Wellington

In Wellington sind wir ein paar Tage bei Rob und Anke, Freunde von Heide, untergekommen. Sie haben uns zu einem tollen, windigen Wochenendausflug mitgenommen. Vielen Dank Rob und Anke.

Wind Wind

Wind Wind

Die mit 300000 Einwohnern zweitgroesste Stadt Wellington ist die wohl schoenste und interessanteste Neuseelands. Die Berge hinter sich auftuermend draengt sich die Stadt in eine verhaeltnismaessig kleine Bucht und laesst sich so recht einfach zu Fuss an einem Tag erlaufen. Wellington bietet zahlreiche kulturelle Attraktionen wie das spektaktulaere Muesum Te Papa, viele nette Cafes, eine Kabelbergbahn, viele architektonisch interessante Bauwerke und eine schoene Hafenszenerie. Wellington wird auch die Windy-City genannt, denn Wind gibt es in Wellington immer. Oft koennen die Flugzeuge nicht landen und werden dann z.B. nach Christchurch umgeleitet. Flugreisende mit wichtigen Terminen reisen in diesem Fall dann hin und wieder unerledigter Dinge aus Neuseeland ab, wie wir erfahren haben.

Wellington Wellington

Wellington Wellington 

Suedinsel

Gestern sind wir mit der Faehre nach Picton uebergesetzt und mit dem Zug nach Christchurch gereist, die Hauptstadt der Suedinsel. Wir haben von Christchurch einen nur kurzen aber durchaus netten Eindruck gewinnen koennen.

Wir fahren nun nach einer endlos langen Radpause weiter mit dem Fahrrad nach Queenstown, von dort wieder nach Norden, hoffentlich bis Westport. Das Wetter ist schlagart wieder sonnig und warm (20 Grad!). So kann es gerne bleiben.

Info

Wer unsere exakte Reiselinie geografisch nachvollziehen moechte auf der Karte: Auckland per Bus nach Warkworth, an der Ostkueste entlang bis Russell, nach Kerikeri, Nordhighway nach Kaitaia, ueber Waipua Forest und Dargaville nach Brynderwyn, von dort per Bus nach Thames, dann Coromandel, Tairua, Tauranga, Opotiki, Hicks Bay, mit dem Bus nach Wellington via Giborne, dann mit der Faehre nach Picton, mit dem Zug nach Chistchurch.

 

7 Kommentare to “Coromandel, Eastland, Wellington – Reisebeschreibung”


  1. Hallo, ihr Lieben,
    da habe ich es wohl geschafft, mich mal als erste nach Erscheinen dieser Eintragung zu melden… Der Besuch eurer Seite ist immer wieder erfrischend und erinnert einen mal wieder daran, daß es noch andere Sachen außer Arbeit gibt. Weiterhin viel Spaß und jede Menge beneidenswerte Erlebnisse!

  2. hallo ihr zwei,

    wieder einmal ein dickes dankeschön für bericht und fotos!

    viel spass auf der südinsel wünscht britta

  3. Hallo Andrea, schoen, dass du dich freuen kannst ueber unsere Berichte. Das wollen wir ja so machen, dass wir alle anderen ein bisschen froehlich und auch neidisch machen …

    Heute machen wir aber keinen neidisch, denn gestern losgefahren durch die schoenen Canterbury Plains, die einzige Plattebene Neuseelands, haben wir heute den schoenen und warmen Nordwestwind erwischt, der ueberdies auch stark ist, wie man es in Deutschland nur sehr selten erlebt, und mussten nach dreikommafuenf Stunden Fahrtzeit und 25 km aufgeben. 6 km/h fuhren wir gegen den Wind; als wir umkehrten, schafften wir 35 km/h ohne zu treten :-). Jetzt sind wir seit heute Vormittag in einer Stadt am Rande der Suedalpen (Methven), sind faul, schlafen, essen und lesen im Internet. Wir suchen z.B. jemanden, der unser Gepaeck (warme Sachen) in Hanoi entgegen nimmt, sodass wir es nicht durch die Laender schleppen muessen.

    Die Wettervorhersage sagt, es bleibt die naechsten Tage schoen (Sonne und Nordweststurm), und so packen wir die Raeder wieder ein und fahren mit dem Bus ein schoenes Stueck. Wir werden in den Bergen wandern, wenn sich die Wetterlage nicht zu Radfahrgunsten aendern sollte. Leider sind wir nicht gut ausgeruestet fuer das Wandern, da wir Schuhe und Rucksaecke im fernen Auckland gespeichert haben. Wir werden sicher irgendwo was ausleihen koennen … Wenn gar nichts geht, trampen wir mit den Raedern. Ist ja auch einer mal mit einem Baeren von New York bis Alaska getrampt.

  4. na mal keine sorge, für eure räder fände sich auch noch ein platz:

    http://www.weltreise-forum.info/Ueberladen-5.jpg

  5. Versteh’sch nisch…
    Is’ doch immer Rückenwind!!!

    http://www.christian-adam.de/Fahrrad%20feld.jpg

  6. Mensch, es gibt einfach ALLES, was man sucht…

    http://www.bruze.de/1824-fahrrad-a.jpg

  7. Annemarie und Werner sagt:

    die fotos sind diesmal besonders schön, ich möchte am liebsten gleich hinterherradeln! Viel Schönes weiterhin!