Wir haben gemacht!

Wir sind nun nach vielen Begegnungen schon ein bisschen vertraut mit der muendlichen Berichtgebung der deutschen Neuseelandtouristen und bemuehen uns unseren Reiseblog etwas mehr so zu verfassen, wie es hier ueblich ist.

Wir haben Auckland mit dem Bus verlassen und ersparten uns so den anstrengenden Verkehr des Einzugsgebiets. Wir waren nun auf dem Weg, das Cape Reinga, die auesserste Nordspitze des Landes, zu machen. Dieser fuehrte an der Ostkueste auf einsamen Schotterstrassen entlang zur traumhaften Bay of Islands, die wir sozusagen im Voruebergehen mitnahmen. Unterwegs massenhaft Sandstraende, von denen wir gigabyteweise Fotos geschossen haben. Weiss jemand, wo man CDs brennen kann?

Nordlandradtour Nordlandradtour Nordlandradtour

Nach der Bay of Islands liessen wir uns Kerikeri nicht entgegehen, die City der Aussteiger und Fruitpicker, das kulturelle und altivernative Zentrum des Nordens. Wir haben einen Haufen Tipps eingeholt von den Locals (Einheimischen) und sind abgereist zum angeblich schoensten Hostel des Nordens, dem Kahoe Farm Hostel. Hier haben wir einen Tag Pause eingelegt, um die dort angeboteten Tracks (Wanderungen) zu machen und uns von Stefano seine Pizza backen zu lassen. Das Hostel kann man wirklich empfehlen. Wenn ihr mal da oben seid, fahrt da auf jeden Fall hin.

Leider mussten wir gleich weiter, weil wir auch noch unseren WWOOF-Stay machen wollten und so keine Zeit mehr hatten, laenger zu bleiben. Wir hatten uns in der Naehe von Kaitaia bei einer Farm angemeldet, um noch ein bisschen das Work-and-Travel-Feeling zu bekommen und ein bisschen Geld zu sparen. Unsere WWOOF-Eltern waren supernett. Wir haben dort 4 Stunden taeglich mit Therry Olivenbaeume von Unkraut, Tueren und Fenster von Lack, Mutterboden von Lehm und damit uns von der Suche nach Unterkunft und Kost befreit. Das Essen der WWOOF-Mutter war echt spitze! Wir hatten eine Woche ein Kompostklo, sind aber oft heimlich draussen auf Toilette gewesen. Hihi. Wir fanden es im Uebrigen ganz laessig dort.

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Der Hoehepunkt der Nordtour war ganz klar das Cape. Wir haben an einem Tag die ganzen 130 km hin- und wieder zurueck geschafft. Per Anhalter. Wir hatten ein paar coole Lifts (Mitfahrten), und sogar ein Maori war darunter. Er hat lustige Geschichten erzaehlt. Wir haben am Cape den Leuchtturm und den gelben Wegweiser fotografiert. Dies macht jeder. Es ist so eine Art Initiation fuer Gaeste in diesem Land. Nebenbei haben wir noch den Ninety Mile Beach, die Giant Sandduenen und das Ancient Kauri Kingdom abgefasst. Das war pures Glueck, weil unsere Anhalter-Eltern diese Sachen auch machen wollten. Rueckzu wurden wir von einem deutschen Vogelbeobachterehepaar mitgenommen. Die haben bei jedem Vogel Stop gemacht und fotografiert. Uff. Die Rueckfahrt hat echt mal lange gedauert.

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Dann ging es weiter zum Tree House Hostel in Kohukohu. Das wohl schoneste Hostel Neuseelands. Jeder kennt es. Das muss man auf jeden Fall mitgenommen haben. Zum Glueck lag es auf der Strecke. Jens ist gleich erstmal krank geworden, weil man sich dort so gut erholen kann. Wahrscheinlich um das Hostel voll auszureizen. Das Gaestebuch sagt Folgendes (nach Haeufigkeit):

  • ein Platz, an dem man bleiben moechte
  • schade, dass wir nur so wenig Zeit haben
  • fast wie zu Hause
  • ich komme bestimmt wieder
  • Piglet, ich liebe dich

Piglet ist naemlich das (really big) fette Schwein dort. Es gibt eine Menge Tiere im Tree House: Schafe (eins davon really big), Huehne, Haehne, Gaense, 1 (really big) Hase.

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Das Tree House ist eine gruene Oase am Rand einer wenig befahrenen Strasse am Hokianga Harbour. Hier gibt es exotische Baume. Von der Banane bis zur Papaya ueber Macadamia war alles dabei. Einen Fernseher haben sie dort nicht. Es war sogar mal ganz gut ohne. Wir haben uns auch so gut unterhalten. Denn es gab naemlich Yohei (“i can’t stop eating”, “really big”) aus Japan als einzigen weiteren Gast. Yohei kann jetzt endlich Brot backen und ist erster und einziger offizieller Link auf der Startseite von diesem Blog.

Northlandtour Northlandtour

Morgen geht’s endlich weiter. Auf dem Weg zurueck entlang der Westkueste nach Sueden machen wir noch den Tane Mahui (oder so), den groessten oder aeltesten (oder so) Kauribaum Neuseelands oder der Welt (oder so), der sich ziemlich lohnen soll. Wir werden wieder vor Auckland einen Bus nehmen, der uns durch die Stadt bringen wird. Hinter Auckland ist dann endlich Coromandel. Danach reisen wir noch die Ostkueste bis Giborne ab und beenden die Nordinsel. Vielleicht hat noch jemand einen guten Tipp, falls wir da in der Naehe vorbeikommen. Ein Berg mit extralangem Namen ist auf jeden Fall schon auf unserer Liste.

Eure Jens und Uli

 

4 Kommentare to “Wir haben gemacht!”


  1. I’m really glad, you did the yellow signs too!

  2. Sibyle + Falko aus Berlin sagt:

    viel glück weiterhin. lesen eure berichte mit viel freude und interesse.

  3. Joe (or so) sagt:

    Should I apply @ Foster & Wheeler?

  4. edith aus dublin sagt:

    ganz viele liebe gruesse aus dublin. heide und ich machen uns hier einen fetten und hoffen, dass ihr auch bald ein paar tage urlaub vom reisen macht. ps heide sagt danke fuer den brief! :-)